HWI Hilfswerk Indien e.V.
HWI Hilfswerk Indien e.V. 

Sie befinden sich im Bereich "Aktuelles". Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zu unseren Projekten, Aktionen und sonstigen interessanten Themen.

 

Neue Kameras für die Schule in Shollinganallur:

Liebe Verwandten und Freunde,

Vielen Dank für die großzügigen Spenden anlässlich der Beerdiung unserer lieben Mutter.

Wir haben diese ganze im Sinne unserer verstorbenen Eltern in unseren Schulen in Indien investiert.

Die Schulleitung hat sich für unsere Schule in Shollinganallur zum Schutze der Kinder Überwachungskameras gewünscht. Mit diesen können sie das Schulgelände und die Unterrichtsräume überwachen. Das Dorf Schollinganalur ist als Vorort zur Millionenmetropole Chennai in den letzten Jahren stark gewachsen. Dies bringt leider auch die negativen Begleiterscheinungen einer Großstadt mit.

So können die Schüler und Lehrer weiterhin in einer geschützten Umgebung unbeschwert lernen und spielen.

Bei unserem Besuch in Indien Ende Februar 2018 konnten wir diese Kameras besichtigen.

Die Schulleitung ist sehr dankbar.

 

Vielen Dank und liebe Grüße

Ingrid Albicker

Für unsere gesamte Familie

 

Spende vom Inhaber des "Everybodys Fitness" in Degernau/Klettgau Jurgen Gisy:

Der Erlös einer Sportveranstaltung stifte der Inhaber Jürgen Gisy für unsere Kinder in Indien. Auch diese Spende haben wir für die Kameras verwendet.

Vielen Dank!

Herr Albicker bei der Übergabe des Betrages von € 500.-- von Herrn Gisy.

Newsletter 2017

 

Dezember  2017

Sehr geehrte Paten und Spender!

 

Dieses Jahr konnte die Children´s Garden School ihr 80-jähriges Jubiläum feiern.

Die Deutsche Ellen Teichmüller und der Inder Dr.V.N.Sharma waren beide Lehrer und haben sich in Deutschland kennengelernt. 1931  haben sie dann geheiratet und sind 1936 nach Chennai zurück- gekehrt. Dort haben sie 1937 die Children‘ Garden School mit sieben Kinder gegründet.

Die Sharmas bekamen dann drei Töchter, die heute die Schulen noch leiten. Rukku ist für die Schule in Chennai verantwortlich und Saku und Gita für die Dorfschulen. Unser Vater hatte das Glück vor über dreißig Jahren in der Schule in Chennai  die drei Schwestern kennen zu lernen und es begann damit eine lange fruchtbare Zusammenarbeit.

Nach der Renovierung und dem Ausbau der Children‘s Garden School in Chennai folgte später dann der Bau der Schulen auf dem Dorf in Shollinganallur und Karraipakkam. In den drei Schulen werden heute mehr als 4.000 Kinder unterrichtet, mit Essen versorgt, medizinisch betreut und ein Teil der Kinder lebt in Shollinganallur. Besonders stolz sind die Schulleiterinnen auf ihr langjähriges Inklusionsprojekt. Ihr Motto lernen mit Freude und Rücksicht nehmen auf die Individualität des einzelnen Kindes prägen den Schulalltag.

Wir sind sehr stolz, dass wir diese Zusammenarbeit fortsetzen und die Freundschaft zu der indischen Schulleitung, den Lehrern und den Kindern pflegen können.

Ein Besuch zum Jubiläum war uns zwar aus zeitlichen Gründen nicht möglich – aber uns Glückwünsche haben wir übermittelt.  Aber wir konnten darüber Berichte lesen und Videos sehen und uns mitfreuen.

Wir werden Ende Februar 2018 mit unseren Kindern wieder nach Chennai reisen und uns über die aktuelle Situation informieren.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auch weiterhin so treu unterstützen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gesundes Jahr 2018.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Albicker

 

HWI e.V. Vorstand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch Beate Embacher-Pirelli im Februar 2017

Meine Schwester Beate hat im Feburuar 2017 unsere Schulen in Chennai, Shollinganallur und Karraipakkam besucht. Sie hat  - außer den Schäden durch den Zyklon am Jahresende 2016, die die komplette Farm zerstört haben -  alles andere in sehr gutem Zustand angetroffen. Der Wiederauffbau der Farm wird eine finanzielle Herausforderung  und langwierige Aufgabe werden. Viele unserer Pflanzen waren 30 Jahre alt. Auch muss die Schulleitung nun mehr Lebensmittel zur Versorgung der Kinder zukaufen.

Beate konnte auch ein paar Lehrer, die uns über Jahrezehnte begleitet haben in den Ruhestand verabschieden.

Sie konnte viele Gespräche mit den Schulleiterinnen und den Lehrern führen.

Beate Embacher-Pirelli mit den Schulleiterinnen

Newsletter November 2016

November 2016

Sehr geehrte Paten und Spender!

Wieder geht ein Jahr zu Ende. Am Anfang des Jahres waren meine Schwestern Beate und Ute  wieder vor Ort und haben sich einen persönlichen Eindruck von der Arbeit der Familie Sharma sowie von den Lehrer/Innen verschafft. Zum damaligen Zeitpunkt waren die Aufräumarbeiten der Schäden, die die Dezember-Flut hinterlassen hatte, fast beendet. In der Zwischenzeit sind alle Reparaturen durchgeführt und so konnten dann die Abschlussprüfungen problemlos stattfinden. In Shollinganallur legten 92 Schüler/Innen die Prüfungen zum Standard X (das entspricht unserer Realschule) und 84 Schüler/Innen ihre Prüfungen zum Standard XII (das entspricht unserem Gymnasium) ab. Diese Schüler/Innen starteten dann alle mit einem Beruf, vereinzelt gingen sie auch auf Universitäten.

Im Juli begann dann das neue Schuljahr mit 1000 Schülern in Shollinganallur: 200 Schüler im Kindergarten, 200 in der Grundschule und 600 Schülern in der Oberstufe. In Karaipakkam traten 300 Schüler das neue Schuljahr an. Insgesamt können wir auch wieder 50 Plätze für Kinder mit geistigen und körperlichen Erkrankungen anbieten. Als Abwechslung zum Schulalltag werden besondere Tage  für viele verschiedene Sportarten, für Lehrer, Eltern und natürlich Abschiedsfeiern veranstaltet.

In unseren Schulen werden auch viele Feste gefeiert: der Unabhängigkeitstag, der Tag der Republik, Weihnachten (der 25.12. ist in Indien ein christlicher Feiertag), das Pongal-Festival im Januar (das tamilische Erntedankfest) und Diwali im Oktober/November (das indische Lichterfest, bei dem der Sieg des Guten über das Böse gefeiert wird).

Soweit es möglich ist, werden auch Ausflüge mit den Kindern zu interessanten Plätzen gemacht: Planetarium, Hafen, Museen, Ausstellungen und es werden viele Workshops angeboten mit Themen wie Tanz, Musik, Malerei, Handarbeiten und vieles mehr. Dies alles prägt das Bild der Schulen und trägt zu einer hohen Allgemeinbildung bei. Ohne den großartigen Einsatz der vielen Lehrer/Innen und der Schulleitung wäre das nicht möglich.  In den meisten Schulen des Landes sind dieser persönliche Einsatz und diese Motivation in  einem solchen Ausmaß nicht zu finden.

Während wir uns auf Weihnachten vorbereiten, ist das laufende Schuljahr zur Hälfte schon wieder vorbei. Nach kurzen Ferien über Weihnachten/Neujahr beginnen dort schon wieder die Vorbereitungen auf die Prüfungen und der Endspurt des Schuljahres. Die Nachrichten aus unseren Schulen erfüllen uns immer wieder mit Freude und Stolz. Deshalb wollen wir uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihre treue Unterstützung bedanken.

Wir wünschen Ihnen eine ruhige besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und alles Gute für 2017.

HWI – Hilfswerk Indien e.V.

Ingrid Albicker

Vorstand

 

Newsletter 2016

In diesem Jahr haben wir uns dafür entschieden, ein zehnjähriges Kind aus der  4.Klasse unserer Schule in Shollinganallur sprechen  zu lassen. Dieser Junge hat in der Schule seinen Alltag und seine Träume beschrieben und aufgemalt

Wenn ich erwachsen bin, möchte ich Ingenieur werden und meinem Vater und meiner Mutter helfen. Ich möchte auch einem Mädchen oder einem Jungen helfen, eine gute Ausbildung zu bekommen.

Das macht meine Schule für mich: Ich lerne Tamil, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und andere Fächer. Meine Schule gibt mir kostenlos Bücher und Hefte.

Meine Schule gibt mir eine kostenlose Schuluniform. Ich bekomme jeden Tag eine warme Mahlzeit. Der Schularzt untersucht mich jedes Semester.

In der Schule: Ich arbeite freiwillig: Bevor die Schulglocke ertönt, bringe ich die Vorschüler in ihre Klassenzimmer. Außerdem bin ich ein "kleiner Arzt": ich helfe der Schulkrankenschwester und notiere das Gewicht und die Größe der Kinder

Schreiben Frühjahr 2016

Liebe Paten und Spender,

 

Für Ihre Spenden und Patengelder zum Jahreswechsel möchten wir uns dieses Jahr ganz

besonders bei Ihnen bedanken.

Da meine Schwestern Beate Embacher-Pirelli und Ute Embacher-Falquet Anfang Februar unsere Schulprojekte in Südindien persönlich besucht haben, ist es uns ein Bedürfnis, Ihnen die Eindrücke dieser Reise zu schildern.

Wie Sie vielleicht aus der Presse entnommen haben, wurde der südindische Bundesstaat Tamil Nadu und ganz besonders die Stadt Chennai in den letzten Monaten 2015 von extrem starken Regenfällen heimgesucht. Grosse Teile der Stadt wurden überflutet und zahlreiche Todesopfer sind zu beklagen.

Alle Schulen mussten mehrere Wochen geschlossen werden und auch unsere Projekte waren stark von den Unwettern betroffen.

Viele Familien unserer Schulkinder verloren in den Fluten ihr bescheidenes Hab und Gut und die Schilderungen der Menschen, die von der Katastrophe direkt betroffen waren, haben meine Schwestern zutiefst berührt.

Erst Ende Dezember hörte es endlich auf zu regnen und die Lage konnte sich normalisieren, worauf unsere Schüler, deren Eltern und Lehrer sofort mit den Aufräumarbeiten begannen.

Die beiliegenden Fotos zeigen Ihnen, wie viel Schaden das Wasser angerichtet hat. Bei der Betrachtung dieser Bilder können Sie sich vorstellen, dass in diesen schwierigen Monaten die Hilfe unserer Freunde in Deutschland mehr denn je Trost und neue Hoffnung spendete.

Wir sind sehr stolz auf unsere indischen Freunde – die Schüler, die Eltern und Lehrer – die alles daran gesetzt haben, dass die Oberstufenschüler in der  Osterzeit fristgerecht ihre Prüfungen ablegen können.

 

In grosser Dankbarkeit  - HWI e.V. Ingrid Albicker (Vorstand)

 

Unsere Schule in Karaipakkam unter Wasser
Unsere Leser sortieren die Schulmaterialien

Großzügige Spende eines Geburtstagskindes:

 

Aufgrund ihres runden Geburtstages hat eine gute Freundin des HWI um Spenden für unser Hilfswerk anstatt von Geburtstagsgeschenken gebeten. Weit über € 2.000.-  sind dabei zusammen gekommen. Dieses Geld können wir sehr gut für die Renovierungs-arbeiten an unseren Schulen gebrauchen. Vielen Dank!

Jahrhundertflut in Chennai - Dezember 2015

Millionenstadt Chennai unter Wasser:  In der Heimatstadt unserer Partnerschulen in Chennai spielt sich im Moment eine Naturkatastrophe ab. Nach den stärksten Regenfällen seit mehr als einem Jahrhundert stehen weite Teile dieser Region unter Wasser und es herrschen chaotische Zustände. Die Straßen gleichen Flüssen, das Wasser steht bis zu 3 Metern hoch. Das öffentliche Leben ist lahm gelegt. Flughafen, Bahnhöfe und Straßen sind überflutet und geschlossen; die Stromversorgung ist zum Teil unterbrochen und die Telefonleitungen sind gestört. Auch Schulen, Universitäten, Büros und Fabriken bleiben geschlossen. Die Zeitung "The Hindu" erscheint zum ersten Mal in ihrer 130-jährigen Geschichte nicht. An die 300 Personen sind schon gestorben. Ungefähr 200.000 Menschen sind auf der Flucht vor der Flut und mussten ihre Häuser verlassen. Auch vor unseren Schulen hat das Hochwasser nicht halt gemacht. Wir mussten die Schulen vorübergehend  schließen - eine Schule steht bis zum ersten Stockwerk unter Wasser. Trotzdem gelingt es unseren Schulleitungen unsere Heimkinder zu versorgen und zusätzlich haben sie noch ca. 80 gestrandete Kinder aus anderen Einrichtungen aufgenommen. Bereits im November hatte es überdurchschnittlich viel geregnet, seit über einer Woche schüttet es ununterbrochen. Wir sind in ständigem Kontakt mit unseren Lehrern vor Ort und haben bereits erste finanzielle Hilfe zugesagt. Wir hoffen, dass das Wasser bald zurückgeht und  dann sofort mit den Aufräumungsarbeiten begonnen werden kann und die Spuren der Flut  beseitigt werden können. Die Weihnachtsferien werden dieses Jahr ausfallen. Der ausgefallene Unterricht soll nachgeholt werden. So soll sicher gestellt werden, daß alle unsere Schüler für die Prüfungen im März gut vorbereitet sind.

Außer dem Klimawandel werden als Ursachen für die Überschwemmungen die schlechten, verstopften Abwassersysteme sowie die unkontroliierte Urbaniserung als Ursachen genannt.

Wir sind in unseren Gedanken bei all unseren Schülern und Lehrern und hoffen, daß es ihnen allen gut geht. Meine Schwestern Beate Embacher-Pirelli und Ute Embacher-Falquet werden Ende Januar 2016 selbst nach Indien reisen und unsere Schulen besuchen.

 

25 jähriges Vereinsjubiläum HWI

Rückblicke auf das 25-Jährige Jubliäum am 11.10.2015

Am 11.10.2015 hat unsere Familie treue Paten, Spender und Interessierte in das Restaurant  Kulisse in Bernhausen eingeladen zur Feier unseres 25-jährigen Vereinsjubiläums. Nach Ankommen und gemütlichem Kaffeetrinken begann der Informationsteil. Ich stellte in einer Präsentation  die aktuellen Schulprojekte in unseren Schulen vor und zusammen mit meinem Mann eine Präsentation über Reisen in Indien.

Herr Albicker und sein Verleger Ben Becker stellten das neue Buch von Martina und Werner Albicker vor: "Die Inderin -  Mittelalterliche Leibeigene, Prinzessin und moderne Managerin". Die Anwesenden waren von den Ausführungen begeistert. Danach sorgte der  Chef der Kulisse - Herr Balter - mit seinen indischen Kreationen für ein sehr leckeres Abendessen. Wir möchten uns bei unseren Besuchern für Ihr Kommen und ihre Treue bedanken, für die sehr große positive Rückmeldung über diese Veranstaltung, meiner Familie für Ihre Unterstützung, dem Restaurant Kulisse und seiner Belegschaft für das leckere Essen und den guten Service. In Gedanken sind wir bei unserem verstorbenen Vater, der  uns allen die Türe nach Indien geöffnet hat und dem zu Ehren wir weiter für die indischen Kinder arbeiten werden. Ein so positiver Event unterstützt uns sehr bei der Motivation für unser Tun.

Ingrid Albicker - Vorstand HWI

 

25 Jahre HWI
25 jahre HWI als eingetragener verein.do[...]
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Einladung zum Jubiläum 25 Jahre HWI am 11.10.2015
Einladun Jubiläum.docx
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Kampf gegen Kinderarbeit

Kailash Satyarthi bei den Stuttgarter Gesprächen am 5.10.2015

Am 5.10.2015 hat die Stuttgarter Zeitung und die Robert-Bosch-Stiftung  Kaitash Satyarthi – den indischen Friedensnobelpreisträger von 2014 –  zu den „Stuttgarter Gesprächen“ ins Theaterhaus in Stuttgart eingeladen. Satyarthi kämpft seit über dreißig Jahren  gegen die Kindersklaverei in Indien und auf der ganzen Welt.  Als langjährige Abonnementen der Stuttgarter Zeitung haben wir uns für die ausgelosten Eintrittstickets beworben. Wir hatten Glück und konnten die Veranstaltung besuchen.  Seit langer Zeit verfolgen wir das Leben und Werken von Satyarthi.  Deshalb war es uns eine große Ehre diesen charismatischen und humorvollen  61-Jährigen live bei einem lockeren Gespräch vor ca. 1.000 Zuhörern zu erleben. Es waren viele Schüler eingeladen, die den Preisträger dann auch interviewten.  Satyarthi hatte mit seiner lockeren Art die Kinder gleich für sich gewonnen. Er betonte, dass diese Eigenschaft sehr wichtig für seine Befreiungsaktionen von Kindersklaven ist. Meistens treffen er und seine Helfer auf total verängstigte und verstörte Kinder. Schnell muss er ihr Vertrauen gewinnen, denn sehr oft sind diese Aktionen auch für  die Befreier sehr gefährlich. Satyarthi und seine Mitstreiter haben inzwischen mehr als 80.000 Kinder aus Sklaverei befreit.

Seine Berichte von dem kleinen Jungen, der Tag und Nacht in einer Fabrik Fußbälle näht und nie das Tageslicht sieht und dessen einziger Traum ist, einmal Fußball zu spielen oder das Mädchen das Tag und Nacht auf einer Kakaoplantage arbeitet, aber noch nie Schokolade gegessen hat, haben uns zu Tränen  gerührt.

Die Energie dieses Mannes und seine Unerschütterlichkeit und seine Aussage: „Wir können dieses Elend beenden“ haben uns eine große Motivation mit auf unseren Weg für unsere Arbeit gegeben. Noch immer verrichten ca. 150 Millionen Kinder auf der ganzen Welt Vollzeitarbeit unter zum Teil katastropalen Bedingungen.

Satyarthi: „Das Wichtigste ist es, den Kindern ihre Träume wiederzugeben“. Es ist an der Zeit, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt.

 

Friedensnobelpreis für den indischen Kinderrechtler Kailash Satyarthi
Schreiben an die Paten über die Verleihung des Friedensnobelpreis für den indischen Kinderrechtler Kailash Styarthi
Weihnachtsbrief 2014.docx
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Reisebericht März/April 2015

Am Freitag, den 27.03.2015 machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt: Ingrid und Werner Albicker mit Tochter Martina und Ute Falquet mit Tochter Larissa und Sohn Patrick. Unsere Abreise am  28.03.15 stand leider unter einem unglücklichen Vorzeichen (Absturz der German Wings Maschine). Nicht nur unsere Reisegruppe, sondern auch viele andere Passagiere hatten wohl insgeheim ein etwas mulmiges Gefühl. Der Flug jedoch war perfekt und kam am 28.03.15 pünktlich kurz vor 24.00 Uhr Ortszeit in Chennai an. Nach langwieriger Einreise und langem Warten auf das Gepäck ging es dann los.  Am Flughafen holten uns Fahrer des Hotels ab und brachten uns ins Hotel in Mamaballapuram. Die Fahrt nachts durch das schlafende Indien unterscheidet sich doch sehr  vom lebhaften Verkehr tagsüber. Das Hotel erreichten wir  um ca. 3.00 Uhr (Ortszeit) am Sonntagmorgen. Bedingt durch die Zeitverschiebung und die klimatischen Bedingungen  (37 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit) nutzten wir den Sonntag um uns zu aklimatisieren und auszuruhen.

Am Montag (30.03.2015) um 8.00 Uhr wurden wir dann im Hotel abgeholt und nach Shollinganallur gefahren. Dort wurden wir in der  ELLEN SHARMA MEMORIAL MATRICULATION HIGHER SECONDARY SCHOOL  wie immer sehr herzlich von den Schülern, den Lehrern und der Schulleitung empfangen. Es ist jedes Mal ein sehr berührender Moment durch das Spalier der wartenden Schüler/Innen zu laufen, um anschließend an der morgendlichen Schulzeremonie teilzunehmen.  Alle Schüler/Innen treten zur feierlichen Begrüßung des Tages und in diesem Falle auch zur Begrüßung der Gäste zum  Morgengebet an und singen den Schulsong.  Jeder Tag wird in indischen Schulen mit solchen oder ähnlichen Ritualen begonnen. Montags übrigens immer in der weißen Schuluniform (Auflage der Regierung Tamil Nadu); zusätzlich wird die indische Nationalflagge gehießt . Herrn Albicker  wurde an diesem Vormittag die besondere Ehre zugesprochen, die Nationalflagge aufzuziehen. Im Rahmen dieses Festaktes haben  dann  alle Schüler und Lehrer gemeinsam und mit Inbrunst die Nationalhymne gesungen - und das in Englisch, Tamil und Hindi.

Anschließend konnten wir bei unserem Schulrundgang  einen Workshop bei seinen Aktivitäten beobachten und sogar selbst aktiv in einzelnen Gruppen mitarbeiten. Durchgeführt wurde dieser Workshop vom SHARMA CENTRE FOR HERITAGE EDUCATION. Das Thema, in das zuerst eine theoretische Einführung stattfand, war „Lost Wachs Methode of Bronze Sculpture“.  Danach wurden dann von Beteilgiten Bronzefiguren geformt und danach gebrannt.

Beim Schulrundgang besuchten wir die Phsyiklabors und  konnten uns ausführlich von den gelehrten und praktizierten Umweltaktivitäten der Schule und Schüler/Innen überzeugen. So werden zum Beispiel  im Rahmen des Unterrichts sämtliche Plastikflaschen in der Schule recycelt.

Später tauschten wir uns mit Schülerinnen über die Pflanzenwelt in unserm Farmprojekt aus.

Den Abschluss bildete der Besuch der handwerklichen Werkstatt.  Hier werden Stoffe bemalt und bedruckt, es wird gebastelt und gemalt.

Während unserer Führung durch die Schule konnten wir auch einen Blick in den Kindergarten werfen, der  im Jahre 1998 von Rudolf Embacher gegründet wurde.

Danach pflanzten wir an Erinnerung an unseren Besuch noch zwei Bäume im Garten.

Beim abschließenden gemeinsamen Essen der Besuchergruppe mit den Lehrer/Innen war ausführlich Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Auch mit einer ehemaligen Schülerin der Schule haben wir uns ausführlich unterhalten. Nach dem Schulabschluss hat sie Zahnmedizin studiert;  nun ist sie regelmäßig an der Schule und nimmt kostenlose zahnmedizinische Vorsorgeuntersuchungen vor.

Das von Seiten der Gastgeber offerierte Mittagessen wurde im Übrigen vom Cateringunternehmen eines ehemaligen Schülers gekocht und angeliefert. Dies sind zwei von vielen Beispielen wie es Schüler/Innen dieser Schule im Berufsleben weit gebracht haben.

Am folgenden Dienstag (31.03.) war unsere Besuchergruppe Gast in Karaipakkam. Auch hier in der MRS. ELLEN SHARMA MEM. NURSERY & PRIMARY SCHOOL wurden wir überwältigend am frühen Morgen empfangen. Anschließend durften wir  Theateraufführungen genießen und verschiedene von den einzelnen Klassen vorbereitete Projekte anschauen.

Eine  Gruppe beschrieb zum Beispiel  den Familienalltag von Montag bis Sonntag in einer indischen Familie. Andere Gruppen hatten Themen aus Flora,  Fauna und Kultur vorbereitet. Ein Team  zeigte, welche wichtigen religiösen Feste in den einzelnen Monaten in Indien stattfinden. So feiern z. B. die Hindus im November das Lichterfest (Diwali).

Den Abschluss unseres Rundganges bildete die Ausgabe des Mittagessens. Wie man unschwer erkennen kann, wird das Essen von den Schüler/Innen gemäß indischer Tradition auf dem Boden und mit den Fingern zu sich genommen.  Für viele der armen Dorfkinder ist es die einzige richtige Mahlzeit am Tag. Vom abwechslungsreichen und gesunden Essen, das die Heimkinder bekommen, konnten wir uns mittels Speisepläne überzeugen. Diese Pläne (Breakfast, Lunch und Dinner) liegen uns vor.  

Am Mittwoch (01.04.) besuchten wir dann die  ELLEN SHARMA MEMORIAL NURSERY & PRIMARY  SCHOOL.  Die Schule liegt im  Stadtteil Mylapore/Chennai. Da in Indien alljährlich um diese Jahreszeit die Abschlussprüfungen der Sekundarstufe I und II stattfinden, haben wir  dort nur die Klassen I bis V der  Grundschule  besucht. Auch hier hatte jede Klasse  in ihrem Klassenraum  ein spezielles Thema für uns vorbereitet und  dann ganz stolz vorgeführt. U. a. zeigten die Schüler traditionelles Mauerbauen, eine andere Gruppe hatte das Thema Lichtexperimente und Musikintrumente, die Füße wurden in einem anderen Klassenraum thematisiert.

In der Schule durften wir auch der Sprachtherapeutin und Bewegungstherapeutin bei der Arbeit zusehen und uns ausführlich im Arztzimmer umschauen. Die Schüler/Innen werden in regelmäßigen Abständen untersucht. Die Ergebnisse werden in einer General Check-Up-Liste festgehalten. Auffälligkeiten werden dann u.a. im Arzt-Eltern-Gespräch nachgegangen.

Unter anderem konnten wir feststellen, dass auch in dieser Schule und in diesen Klassen – im Gegensatz zu den rein staatlichen indischen Schulen - die Schüler vollständig anwesend sind, und die Lehrer-Schüler-Relation sehr akzeptabel ist. In staatlichen Schulen beträgt die Relation nicht selten 1:45 oder 1:55 und mehr; an dieser Schule z. B. 1:36 oder 3:38 bei Inklusion-Klassen. Auch die Lehrer kommen hier regelmäßig zum Unterricht. Auch das ist an staatlichen Schulen nicht selbstverständlich. Der Besuchsvormittag endete auch hier mit einem Abschlussmeeting im Lehreraufenthaltsraum. Auf den Besuch der Kinderkrippe, die in einem anderen Gebäude ist, haben wir diesmal aufgrund der enormen Hitze verzichtet.

Am Donnerstag (02.04.) wurde für die Besuchergruppe eine Stadtrundfahrt organisiert. So konnten wir in Chennai und in Vororten einige Sehenswürdigkeiten besichtigen. Auf dem Programm stand der Besuch der St. Thome Cathedrale , eine Krokodil-Farm, eine Kunstausstellung im Centre for Contemporary Art und anderes.  Am frühen Nachmittag wurde dann dieser eindrucksvolle, aber wegen der Hitze sehr anstrengende Tag, mit einem Lunch in einem typischen indischen Stadtrestaurant beendet.

Am Freitag (03.04) haben wir uns einen freien Tag gegönnt mit Baden im Meer, im Pool, faulenzen und einem Spaziergang ins Dorf Mamaballapuram. Dieses Dorf ist bekannt für seine Tempel und seine Steinmetzarbeiten.

Am Samstag (04.04.) trafen wir uns nochmals mit den Schulleiterinnen und den leitenden Lehrern zum Austausch und Abschiedslunch im Hotel.

Am folgenden Sonntag (05.04.) haben wir  dann unsere Reise fortgesetzt: Per Flugzeug ging es dann in den indischen Norden. Zuerst besuchten wir die indische Hauptstadt Delhi; drei Tage später flogen wir dann nach Mumbai weiter. In beiden Städten gab es einiges zu sehen.

In Delhi: Jami Masjid (größte Moschee Indiens), das India Gate, den  Qutab-Komplex, die Verbrennungsstätte Mahatma Gandi’s (Raj Ghat), imposante Regierungsgebäude und Prachtstraßen. Zu unserem großen Vergnügen durften wir sogar noch eine Riksha-Fahrt durch die engen, belebten Gassen in Old-Delhi genießen. Am 07.04. haben wir eine Tagesfahrt nach Agra (einfache Strecke 200 km, Fahrzeit einfach 4 Std.) gemacht. Dort hat uns das Denkmal einer großen Liebe, das Taj Mahal, erwartet. Ebenfalls haben wir dort das Agra Fort besichtigt, in das der Erbauer des Taj Mahal von seinem Sohn verbannt wurde. Nach einem späten indischen Mittagslunch ging es wieder zurück nach Delhi.

In Mumbai: Dhobi Ghat (größte Freiluftwäscherei der Welt), Marine Drive, Gateway of India und Bollywood-Studios. Dort verbrachten wir einen ganzen Tag, und konnten die Vorbereitungen zu einer der bekanntesten Kochshows Indiens live verfolgen. Ebenso durften wir eine indische Tanzaufführung genießen und am Schluss selbst mittanzen. Wir waren auch in den Kulissen- Werkstätten. Dort entstehen gerade die Studios für die Sendung „Voice of India“.

Am Ende unserer 2. Woche in Indien mussten wir Abschied nehmen von der gnadenlosen Hitze, von Lärm, Staub, Verkehrschaos, Armut, Slums aber auch von der indischen Farbenpracht, dem scharfen Essen, den großartigen Palästen, den beeindruckenden Tempeln, der übergroßen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Inder/Innen und glücklichen Schülergesichtern. Nach einem problemlosen Nachtflug landeten wir dann am 11.04. morgens um 8:00 Uhr pünktlich in Frankfurt.

Ausführliche Bilderberichte in der Rubrik "Galerie"

 

 

Schulen für Kinder mittelloser Eltern und Waisenkinder

HWI Hilfswerk Indien e.V.
Haldenstraße 29
70794 Filderstadt

Tel. 0711 / 70 41 50

Mail: Hilfswerk.Indien@t-online.de

 

Vertretungsberechtigter Vorstand: Ingrid Albicker,

Beate Embacher

 

 

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